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Über den Holzschneider von Dr.Rainer Zerbst 1999

Flusslandschaft am Abend Am besten kann man das an seiner "Flusslandschaft am Abend" nachvollziehen. Sie basiert auf einem realen Erlebnis, wie so oft bei Heiner Bauschert. Es existiert sogar eine kleine Fotographie eines Flusses, die wie eine Vorlage zu diesem grün-blauen Bild wirkt, jedenfalls, was den formalen Aufbau betrifft. Bauschert entschied sich lediglich, die Uferteile seitenverkehrt auf das Blatt zu bringen. Darin zeigt sich sein untrüglicher Blick für die Komposition, denn auf diese Weise ergibt sich eine gegenläufige Bewegung im Bild: Der Fluss verläuft nach recht oben, wo sich der Blick in die Ferne, einem merkwürdig bräunlich-bläulichen Himmel hin weitet. Die dunklen blaugrünen Uferlandschaften mit ihrer üppigen Vegetation dagegen lenken den Blick quer dazu von rechts unten nach links oben, mitten hinein in den offenbar dicht bewaldeten Hügel. Nichts an diesen Farben entspricht der Natur, und doch denkt man an Nachtstimmung, an Ruhe, die von dem in leichten Wellen dahinrollenden Fluss kaum gestört wird.
Immer wieder also die Natur. Kein Wunder, dass Bauschert litt, wenn die Natur zu leiden hatte. Bauschert blieb die Zeit, da täglich Umweltkatastrophen über uns hereinbrechen, nicht erspart.

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